16 Mai 2019

Petition: Erhalt der Pflanzstelle

Es wäre toll und hilfreich, wenn ihr die Petition zur Schaffung von mehr Grün- und Erholungsflächen im Stadtteil Kalk unterschreibt. Dabei geht es um mehr Grün für Kalk und um den Erhalt der Pflanzstelle.

Die kommunale Politik und Verwaltung Köln soll sich im Rahmen ihres politischen und verwaltungstätigen Engagements für die Schaffung von mehr Grünflächen im Stadtteil Kalk einzusetzen und die Forderungen der Petition aufzugreifen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Eine deutliche Erhöhung des Grünanteils in Kalk, um wenigstens annähernd an den in Köln durchschnittlich 12,3 % hohen Anteil von Erholungsflächen zu kommen.
  • Der Erhalt der Pflanzstelle Kalk am aktuellen Standort und die Weiterentwicklung des Gebiets zu einem Naturraum.
  • Mehr Grünflächen zur Erholung für ältere Menschen und Naturerleben und Bewegung für Kinder in Kalk.

Hier gelangt ihr zur Petition und zu weiteren Informationen:

https://www.openpetition.de/petition/online/massnahmen-zur-schaffung-von-mehr-gruen-und-erholungsflaechen-im-stadtteil-kalk

11 Apr 2019

Frühlingsrausch auf der Pflanzstelle Kalk 28. April 2019

Nach Ostern möchten wir von der Pflanzstelle Kalk gemeinsam mit euch den Frühling mit einem rauschenden Fest willkommen heißen. Am 28. April ab 13 Uhr wird wieder ordentlich gerauscht auf der Pflanzstelle mit leckerem veganen Essen und Getränken gegen Spende. Interessierte führen wir durch die Pflanzstelle und an einem Infostand wollen wir über den aktuellen Stand hinsichtlich des Werkstattverfahrens „Hallen Kalk“ berichten. Für alle, die etwas Kreatives machen möchten, gibt es außerdem eine Bastelecke zum Austoben.

Die Pflanzstelle Kalk freut sich auf euch!

Weitere Infos zum Frühlingsrausch findet ihr unter:
http://pflanzstelle.blogsport.eu/2019/03/11/fruehlingsrausch-2/

27 Mrz 2019

Erster Gemeinschaftsgärten Aktionstag

Künftig soll es zwei Gemeinschaftsgarten Aktionstage pro Jahr geben. Der erste Aktionstag findet am 07. April 2019 im Finkennest statt. Wir wollen gemeinsam Dinge voranbringen und Gärten auf ein neues Niveau heben.

In Köln gibt es zahlreiche Gemeinschaftsgärten wie z. B. in Vogelsang, in Dellbrück, in Lindenthal, in Kalk oder in der Südstadt. Sieben der Initiativen haben sich zum Netzwerk Gemeinschaftgärten Köln zusammengeschlossen. Um die Gemeinschaftsgärtnernden näher zusammen zu bringen dachten wir uns die Gemeinschaftsgarten Aktionstage aus. An zwei Terminen im Jahr treffen wir uns in einem Gemeinschaftsgarten und werkeln dort gemeinsam. Damit haben wir die Möglichkeit Dinge in den Gärten voranzubringen. Beispielsweise könnten wir Kompostmieten bauen oder ein Tomatendach errichten.

Am 07. April startet der Gemeinschaftsgarten Aktionstag ab 13 Uhr im Finkennest. Die Finken möchten ein großes Beet mit Erde befüllen. Anschließend sollen neue Blumen und Stauden gepflanzt werden, so dass der Garten zu einem noch schöneren Fleckchen Erde wird. Darüber hinaus können wir Sitzgelegenheiten reparieren oder ganz neu bauen.
Benötigt werden Akkuschrauber und Holz für den Möbelbau. Wer von euch also eine gute Holzquelle kennt, die kostenlos ist, möge sich bei den Finken melden. Am Ende soll es ein gemeinsames Essen am Lagerfeuer geben. Dafür wäre es gut, wenn ihr eine Kleinigkeit fürs Mitbring-Buffet beisteuert.

Nochmal in Kürze:
Was? Gemeinschaftsgarten Aktionstag
Datum? 07. April 2019
Wann? ab 13.00 Uhr – ca. 16.00 Uhr
Wo? Gemeinschaftsgarten Finkennest GEGENÜBER Akazienweg 199
Anfahrt? https://finken-koeln.de/kontakt-und-impressum/

Schreibt gerne den Finken (info@finken-koeln.de), mit wie vielen Menschen ihr vorbeischauen wollt.

30 Jan 2019

SaatgutFestival Köln am 23. Februar 2019

Samstag 23. Februar 2019 11.00 – 17.00 h

VHS Studienhaus Cäcilienstraße 35

Eintritt 2,00 Euro

Veranstalter

  • Gemeinschaftsgärten Köln
  • Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt – VEN
  • Volkshochschule Köln

Mit freundlicher Unterstützung vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln.

Mitwirkende

  • Tauschbörse selbstgeerntetes, pestizid- und hybridfreies Saatgut kann getauscht oder gegen eine Spende an das SaatgutFestival erworben werden. Kein Verkauf.
  • MOMO – Modularer Modellgarten Information zur Biologiedidaktik der Universität Köln
  • Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt – VEN Saatgut und Jungpflanzenquiz
  • BUND Köln Insektenfutter, Kölner Pflanzenraritäten zum Kennenlernen und Mitnehmen
  • Der Andere Buchladen Bücher zu Themen der Gartenpraxis, Umwelt und Ernährung
  • VHS Biogarten Thurner Hof Stecklingsvermehrung von Gemüse und Kräutern
  • NABU – Biologische Station Leverkusen und Stadtverband Köln Wildsaaten
  • FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk – FIAN Informationsstand
  • Kölner NeuLand e. V. Ausstellung „Samenbank und Stillleben“, Samenquiz
  • Ernährungsrat für Köln und Umgebung Köln wird essbar. Machst du mit?
  • Wilma in der Wurmkiste – Urban Grün Kompostieren auf kleinem Raum
  • Bioland Hof Jeebel Saat-Kartoffeln, Steck-Zwiebeln und Topinambur
  • Regenbogenschmiede Morbach Hunsrück ausgefallenes Saatgut
  • HonigConnection Honigverkostung, Bienen-Trickfilme von Kindern
  • Freiluga e. V. Honigverkauf, Malaktion zu Wild- und Honigbienen
  • Tante Olga – Köln unverpackt Information zur Müllvermeidung
  • Burggarten Blankenberg Sieg Saaten aus dem Kräutergarten
  • Naturgarten e. V. Beratung, Quiz zu Wildpflanzen und Tieren
  • Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V. Informationsstand
  • Umweltamt der Stadt Köln Wildbienenschutz und Nisthilfen
  • Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. Saatgut und Aussaat-Kalender
  • Dreschflegel Gemüsesaatgut aus kooperativer Produktion
  • Solidarische Landwirtschaft Köln Informationsstand
  • Christian Havenith Saatgut aus der Vielfaltgärtnerei
  • Regionalwert AG Rheinland Informationsstand
  • Roland Wüst Saatgut aus der Pfalz, alte Sorten
  • Himmlischer Garten Saaten und anderes
  • Tomatenadel Tomatenvielfalt aus Köln
  • Pflanzstelle Kalk Informationsstand
  • Lila Tomate sehr besondere Sorten
  • Oiko Credit Informationsstand
  • SlowFood Informationsstand
  • The Good Food Catering

Leben beginnt als etwas Kleines, in dem das Große auf geheimnisvolle Weise immer schon enthalten ist. Seine Entfaltung unterliegt unzähligen Einflussfaktoren. Das Ergebnis? Ungewiss.

Industrialisierte Gesellschaften haben auf das Ungewisse und Unvorhersehbare eine höchst effiziente Antwort gefunden: Systematische Reduktion von Einflussfaktoren sichert Produktivität, senkt Preise, steigert Wirtschaftswachstum und materiellen Wohlstand. Auch unsere Nahrung ist längst Teil dieses reduzierten Daseinsverständnisses,
das Umwelt auf Verwertbarkeit taxiert und ausbeutet – in ökologischer wie in sozialer Hinsicht.

Ganz unvorhergesehen hat das Erfolgsmodell irgendwann begonnen, die Richtung zu ändern. Und so keimt angesichts sich häufender Katastrophen statt der Einheitssaat zunehmend der Verdacht, die Folgen des industriellen Mantras könnten seinen Profiteuren auch auf die eigenen Füße fallen. In vielen Ländern des globalen Südens führt es bereits zu existentieller Gefährdung und Migration und auch in den moderateren Klimazonen nehmen Unwetterschäden und Ernteausfälle beängstigende Ausmaße an.

Eine exorbitante Zahl verhalf 2018 dem Thema Saatgut zu einem Auftritt auf der Weltbühne, 58 800 000 000 Euro für die Übernahme von Monsanto durch Bayer. Seither rücken die kleinen Körnchen verstärkt ins Blickfeld der Verbraucher und in Kontexte mit Artensterben, Klimawandel, Welternährung, Migration. Hinsichtlich der internationalen Nachhaltigkeitsziele misst ihnen die UN Agenda 2030 große Bedeutung bei.

Das SaatgutFestival Koeln 2019 richtet den Blick auf Zusammenhänge diesseits und jenseits des Tellerrands, auf das Große im Kleinen und auf das Globale im Individuellen. Es gibt den Fürsprechern kleiner Lebewesen eine Bühne, schafft Raum für Unvorhergesehenes, für Begegnungen und Einsichten, vielleicht für neue Sorgen, aber auch für neue Pläne, neue Bündnisse, neue Zuversicht…

Vielfalt ist gut für Überraschungen

Programm

11.00 h
>> Eröffnung
Dr. Henrike Viehrig, VHS Köln, Fachbereichsleitung Umweltbildung

>> Begrüßung
Konrad Peschen, Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln
Ingrid Gossner, Organisationsteam SaatgutFestival Koeln

Vorträge I

12.00 h » Wildbienen und andere Insekten – lokal schützen, global wirken | Betina Küchenhoff, Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln

13.00 h » Das Weltacker-Projekt | Benedikt Härlin, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Berlin

14.00 h » Globale Ernährungsfragen | Markus Wolter, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.

15.00 h » Das, was das Leben trägt – Performance, Lesung, Musik, Diskussion | kollektiv tonalli im Rahmen des Projektes MAIZ von treemedia e.V.

Moderation: Dorothea Hohengarten, Judith Levold, Kölner Neuland e.V.

Vorträge II

12.30 h » Pflegeleichte Naturgärten – Naturoasen für Menschen, Lebensräume für Tiere | Cathrin Nieling, Naturgarten e.V. Regiogruppe Köln-Bonn

13.30 h » Erlebniswirksame Staudenkonzepte nach Prof. Cassian Schmidt | Iris Pinkepank und Stephanie Breil, HonigConnection

14.30 h » Saatgutgewinnung | Sabine Lütt, Regenbogenschmiede

15.30 h » Balkongärtnern für Anfänger*innen | Eva Rödingen, VEN Regionalgruppe Köln

Moderation: Martina Reuter, Organisationsteam SaatgutFestival Koeln

Programmflyer!

14 Sep 2018

30-jähriges Jubiläum im VHS-Biogarten am Thurner Hof

Der VHS-Biogarten am Thurner Hof  feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen:

  • am Samstag, den 22. September
  • in der Zeit von 14 – 17.00 h
  • natürlich im Biogarten, Mielenforster Str. 1, 51069 Köln.

Es gibt Livemusik von “Heilix Blechle”, Gartenführungen, Besichtigung des Bienenhauses, Cafeteria, Pizza aus dem Lehmofen, Wissen testen mit einem Pflanzenquiz, Lernen mit Herbariumsblättern, Kinderprogramm und Bildmaterial aus 30 Jahren Geschichte des Biogartens.

Weiteres in der Einladung:

Einladung_ThurnerHof_30Jahre

06 Mrz 2018

Mehr als 1000 Besucher*innen beim 3. Saatgutfestival Köln – „Vielfalt ist auf dem Vormarsch“

Deutlich mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher haben das 3. Saatgutfestival Köln am 3. März besucht. Gärtnerinnen und Gärtner jeden Alters tauschten und erwarben in den Räumen der VHS am Neumarkt vielfältiges Saatgut für Gemüse, Obst und Blumen. Viele zeigten großes Interesse an Vorträgen und Workshops rund um Wildinsekten und ihre Nahrungspflanzen sowie Saatgutpolitik, -zucht und -vermarktung.

„Die Vielfalt in Gärten und auf den Tellern ist wieder auf dem Vormarsch. Das zeigt das von Jahr zu Jahr größere Interesse an dieser Veranstaltung“, sagt Birgit Scherer-Bouharroun (VHS Biogarten am Thurner Hof) vom Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln. Der Zusammenschluss von Kölner Gemeinschaftsgärten organisiert das Festival in Kooperation mit dem VEN e.V. und der VHS Köln.

„Köln ist jetzt gut gerüstet, seine Veedel essbar zu machen“

„Rund 1100 Menschen aus Köln und Umgebung haben sich beim Saatgutfestival mit bestem Saatgut, Kontakten und Wissen versorgt. Viele sind hoch motiviert, ihre Gärten in diesem Jahr mit buntem Gemüse, Stauden und Wildblumen zum Blühen zu bringen. Das freut uns insbesondere für die Essbare Stadt Köln, die gerade an den Start geht. Köln ist jetzt gut gerüstet, seine Veedel essbar zu machen,“ sagt Judith Levold vom Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln (Gemeinschaftsgarten NeuLand). Mit dem Projekt „Essbare Stadt Köln“ unterstützt der Ernährungsrat für Köln und Umgebung alle Menschen, die sich gärtnerisch engagieren möchten – in neuen Gemeinschaftsgärten, Firmengärten, Balkon- und Hinterhofgärten in der ganzen Stadt.

In diesem Jahr hatte das Saatgutfestival seine Programmschwerpunkte auf die wilden und kultivierten Arten gelegt. Saatgutvermehrerinnen, Züchter und Umweltexperten informierten in Vorträgen über ihre Arbeit und gaben Tipps fürs wild- und honigbienenfreundliche Gärtnern. Im Foyer im 2. Stock konnten sich Besucherinnen über verschiedene Komposttechniken und den richtigen Zeitpunkt für die Gemüseaussaat informieren und Stecklinge vermehren – hier teilten Kölner Gemeinschaftsgärten ihr Wissen. Aktuelle Trends auf dem Saatgutmarkt wurden ebenfalls in Vorträgen beleuchtet – z.B. die Entwicklung von Open Source-Saaten, die Gentechnikmethode CRISPR/Cas und die geplante Fusion der Agrarkonzerne Bayer und Monsanto.

Daneben gab das Festival zahlreichen Einrichtungen und Initiativen, die sich für Vielfalt einsetzen, die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Mit dabei waren u.a. das Kölner Umweltamt mit dem Wildbienenprojekt, der Rheinische Ackerbohne e.V., der Förderverein der Kölner Freiluga, der NABU mit den Biologischen Stationen Köln/Leverkusen und Bonn, der Ernährungsrat für Köln und Umgebung, die IG-Saatgut, die Regionalwert AG und Slowfood.

Kontakt Saatgutfestival Köln
Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln
info@gemeinschaftsgaerten-koeln.de
www.gemeinschaftgaerten-koeln.de

Kontakt Team Essbare Stadt Köln (Ernährungsrat für Köln und Umgebung)
Frank Bowinkelmann und Britta Eschmann
Frank.bowinkelmann@ernaehrungsrat.koeln
Britta.Eschmann@ernaehrungsrat.koeln

29 Jan 2018

Wir laden ein zum SaatgutFestival Köln am Samstag, 3. März

96,4 Prozent des existierenden Saatgutes dürfen derzeit nicht verkauft werden – mangels Marktzulassung.

Das SaatgutFestival Köln geht in die dritte Runde und natürlich dreht sich wieder alles um die Vielfalt – auf den Feldern, in den Gärten, auf den Tellern. Dass Markt und Gesetzgebung nur träge auf den bedrohlichen Rückgang der Arten reagieren, mag in ihrer Struktur liegen. Den Menschen jedoch hat die Natur Neugierde und Reaktionsfreude in die Wiege gelegt. So wird auf der einen Seite von wenigen Megakonzernen mit wenigen Einheitssorten viel Geld verdient und auf der anderen entdecken und schätzen immer mehr Menschen die Besonderheit regionaler Gemüsesorten und den rauhen Zauber wilder Wiesen. Ja, es gibt sie noch, weil sich einige Unbeugsame nicht den Strukturen von Markt und Masse unterworfen haben.

Die kultivierten und die wilden Arten bilden in diesem Jahr unsere Schwerpunkt-Themen. Bei den Nutzpflanzen richten wir unter anderem mit dem Erfahrungsbericht eines Züchters den Blick auf Regelwerk und Machtgefüge bei der Produktion von Kultursaatgut. Bei den wilden Arten geht es um fragile Lebenswelten und ihre Bedeutung für das gesamte Ökosystem. Mehr noch als die Honigbienen sichern Wildinsekten den Bestand der Vegetation und damit die Nahrung für Mensch und Tier.

Gärtnern auf kleinstem Raum – auch auf Fensterbrett und Balkon lässt sich Essbares anbauen. Miniwildwiesen und blühende Kräuter im Blumentopf produzieren Nahrung für Insekten. Pflücksalat, Bohnen, Tomaten und sogar Kartoffeln bescheren kleines Ernteglück. Unsere Angebote helfen auch dem ungeübten grünen Daumen auf die Sprünge.

In den beiden Räumen der Tauschbörse kann selbstgeerntetes, hybridfreies Saatgut getauscht oder gegen eine Spende an das SaatgutFestival erworben werden. Kein Verkauf.

 

Samstag 3. März 2018 11.00 –17.00 h
VHS am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, Köln

Eintritt 2,00 Euro

 

PROGRAMM

11.15 h Eröffnung
Dr. Henrike Viehrig, VHS Köln, Fachbereichsleitung Umweltbildung
Begrüßung
Konrad Peschen, Amt für Umwelt und Verbraucherschutz Köln
Dorothea Hohengarten für das Netzwerk der Gemeinschaftsgärten Köln

Vorträge

12.30 h » Gemüsevielfalt erhalten!
Dr. Susanne Gura, Vorsitzende des VEN, Ernährungswissenschaftlerin
» Vorstellung der VEN-Regionalgruppe Köln

13.00 h » Monsanto und Gentechnik – wie geht es weiter?
Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

14.00 h » Die Open Source-Lizenz zur Sicherung von Saatgut als Gemeingut
Dr. Johannes Kotschi, OpenSourceSeeds

15.30 h » Maiszüchtung ohne Hybride und Gentechnik
Dr. Carl Vollenweider, Forschung & Züchtung Dottenfelderhof und Bio-Saat GmbH

 

12.00 h » Mehr Biodiversität durch heimische Wildpflanzen in Feld, Flur und Garten
Monika Hachtel, Biologin, Biologische Station Bonn / Rhein Erft

13.00 h »Wildbienen und welche Pflanzen sie brauchen
Betina Küchenhoff, Umweltamt der Stadt Köln

14.30 h » Schmetterlinge und Wildpflanzen – eine innige Beziehung
Gaby Schulemann-Maier, naturgucker.de

16.00 h » Der Garten als Arche der Gegenwart und Keim der Zukunft
Matthias Lilienmund, Regenbogenschmiede

 

Mit dabei:

VHS Biogarten am Thurner Hof Kräuter – vermehren durch Stecklinge
NABU – Biologische Stationen Köln Bonn Leverkusen – alte Apfelsorten und Wildsaaten
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt – VEN – Pflanzenquiz und Informationsstand
Schulgarten Abendrealschule der Stadt Köln Einfach anfangen! – Starterkits und Minigärten
Die Andere Buchhandlung – Bücher rund um die Gartenpraxis, Umwelt und Ernährungspolitik
HonigConnection & Umweltamt der Stadt Köln – Bienen für die Welt, Informationsstand
Ernährungsrat für Köln und Umgebung, AG Essbare Stadt – Informationsstand
FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk – FIAN – Informationsstand
Wilma in der Wurmkiste – Urban Grün – Kompostieren auf dem Balkon
Kölner NeuLand e. V. AG Permakultur – Bokashi-Eimer selbst bauen
Bioland Hof Jeebel – Saat-Kartoffeln, Steck-Zwiebeln und Topinambur
Regenbogenschmiede Morbach Hunsrück – ausgefallenes Saatgut
Bunte Burger und Urwaldkaffee – Veganes Catering im Foodtruck
GartenWerkStadt Ehrenfeld e. V. – Aussaat-Kalender und Saatgut
Solidarische Landwirtschaft Köln – Gemüsesämlinge pikieren
Burggarten Blankenberg – Saatgut aus dem Kräutergarten
Roland Wüst – Saatgut aus der Pfalz, Schwerpunkt alte Sorten
Dreschflegel – Gemüsesaatgut aus kooperativer Produktion
Tante Olga – Köln unverpackt – Informationsstand
Regionalwert AG Rheinland – Informationsstand
Himmlischer Garten – Saaten und einiges mehr
BUND Köln – Wildsaaten und Informationsstand
Freiluga e.V. – Honig und Informationsstand
Tomatenadel – Tomatenvielfalt aus Köln
Pflanzstelle Kalk – Informationsstand
Lila  Tomate – sehr besondere Sorten
Oiko Credit – Informationsstand
SlowFood – Informationsstand
Aktionen

 

Veranstalter

Gemeinschaftsgärten Köln
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt – VEN
Volkshochschule Köln
mit herzlichem Dank an das Umweltamt der Stadt Köln für die freundliche Unterstützung

 

Der Online-Flyer:

SaatgutFestival Koeln 2018_ programm folder_onlineversion_fv_gestaltung ingrid gossner

Das Festival auf Facebook:

https://www.facebook.com/events/890442167830207/

05 Sep 2017

Kölner Pflanzentauschbörse am So., 15.10., auf NeuLand

Kräuter, Blumenstauden, Bäume und mehr: Jetzt ist die Zeit, in der viele Pflanzen ausgebuddelt und getauscht werden können. Auch das Saatgut für die frühen Gemüse (z.B. Paprika, Peperoni) kann man sich jetzt schon sichern!

Am Sonntag, 15. Oktober, 14-17 Uhr veranstalten die Kölner Gemeinschaftsgärten dafür die Herbstpflanzentauschbörse 2017 im Gemeinschaftsgarten NeuLand (Köln-Bayenthal).

Alle Haus-, Schreber-, Balkon- und Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner sind herzlich eingeladen!

In manchen Jahren waren unsere Tische knapp, also gerne einen kleinen Klapptisch mitbringen.

07 Jul 2017

Neue Kölner Tradition: Rückblick aufs Saatgutfestival 2017

Die Gemeinschaftsgärten Köln hatten zum 2. Saatgutfestival eingeladen und die Volkshochschule rollte ihre roten Teppiche aus.

Bei frühlingshaften Temperaturen bauten am 4. März an die 30 Anbieter und Aussteller im Studienhaus am Neumarkt für einen Tag lang ihre Stände auf. Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Auftakt füllte ein buntes Publikum die Räume – Garten- und Ernährungsinteressierte, Umweltaktivisten, Saatgut- und Klimaschützer, Konzern- und Konsumkritiker.

High Noon – das Festival wurde eröffnet von Dr. Henrike Vierig, Leiterin des Fachbereiches Umweltbildung der Volkshochschule, die unsere Vorbereitungen überaus umsichtig und hilfreich begleitet hatte; von Konrad Peschen, dem Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, der sich begeistert zeigte, die umweltpolitische Bedeutung der Veranstaltung hervorhob und für 2018 Unterstützung zusicherte; und von Dorothea Hohengarten, Mitorganisatorin des Festivals und Urban Gardening-Aktivistin bei Kölner NeuLand.

Bis zum frühen Abend wurde auf zwei Etagen Saatgut getauscht und erworben, Meinung, Erfahrung und Sachkundiges vorgetragen und diskutiert. Wieder mit dabei waren der VEN und die Solawi Köln. Als erster Schulgarten hatte die Abendrealschule aus dem Kunibert-Veedel einen vielbeachteten Auftritt. “Der Andere Buchladen” breitete literarische Schätze aus: Schöne und nützliche Gartenbücher, aber auch Werke zu Ernährung und anderen ökologischen Themen.

Für das leibliche Wohl sorgten die Gewinner des 2. Platzes vom Umweltschutzpreis 2016 der Stadt Köln: Immer der Nase nach erreichte man zielsicher die kleine Cafeteria am Ende des Ganges mit den Köstlichkeiten, die “The Good Food” dort aus geretteten Lebensmitteln zauberte.

Für originelle Unterhaltung sorgten “Tante Olga” mit einem Spiel zur Müllvermeidung und “Wilma in der Wurmkiste” mit Indoor-Kompostierung.

Der “Ernährungsrat für Köln und Umgebung”, 2016 gegründet zur Förderung regionaler Lebensmittelerzeugung und -vermarktung, war vor Ort. “Aktion Agrar” informierte über die bedrohliche Situation von freien Weizensorten auf dem Weltmarkt, FIAN Deutschland über den Hunger in den Ländern des globalen Südens. Die Genossenschaftsbank Oiko Credit stellte ethische Modelle zu Geldanlagen vor.

Die Seminarreihe griff eher praktische Saatgut-Aspekte auf. Wie schon im Jahr zuvor berichtete Sabine Lütt aus ihrem reichen Erfahrungsschatz, mit vielen Tipps und Tricks rund um Saatgutproduktion und Gemüseanbau. Um die Steckrübe, vom VEN zur Pflanze des Jahres gekürt, ging es bei Eike Wulfmeyer. Der holländische Designer Martien Bakker präsentierte humorvoll ein Konzept für soziales Gärtnern auf Nord-Balkonen.

Ernster wurde es bei Anja Banzhaf, die anschaulich und eindrucksvoll erläuterte, worum es sich bei Hybridsaatgut handelt und was daran besorgniserregend ist. Überwiegend kritische Standpunkte kamen auch in der Vortragsreihe zum Ausdruck: Susanne Gura erklärte, wie globale Saatgut-Monopole den Artenrückgang vorantreiben. Eindringlich zeigte Severin von Hoenbroich Mechanismen und Folgen einer ausbeuterischen Agrarindustrie auf. Bei Karen Schewina stand die Bedrohung freier Weizensorten durch internationale Konzerne im Mittelpunkt und bei Monika Krüger die Auswirkung von Glyphosat-Rückständen in Nahrungsmitteln auf den Organismus von Mensch und Tier.

Besonders erfreulich war die große Zahl junger Besucher, oftmals Studierende von biologischen und botanischen Fakultäten, die den Vorträgen aufmerksam folgten, den Referenten kluge Fragen stellten und ihre Wertschätzung nicht selten durch großzügige Spenden ausdrückten.

Rückblickend kann das 1. Saatgutfestival 2016 als ein fröhlicher Auftakt gesehen werden, der viele unterschiedliche Akteure zusammenführte. 2017 hat sich ihre Zahl nahezu verdoppelt, die Themen der Referenten sind kritischer und anspruchsvoller geworden. Das Publikum reagierte mit großem Interesse und fast durchweg voll besetzten Auditorien. Oft standen am Ende eines Vortrages Betroffenheit, Sorge und Ratlosigkeit im Raum: Wie kommt man aus diesem Irrsinn raus?

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung haben uns gefreut und zum Weitermachen ermutigt. Für 2018 schreiben wir uns “Klasse statt Masse” auf die Fahne. Wir wollen nicht größer werden, sondern besser – prägnanter in den Themen und konkreter in den Antworten. Dafür werden wir verstärkt öffentliche Akteure einer ethisch verantwortbaren Ökonomie in den Bereichen Saatgut, Nahrungsproduktion und Nahrungskonsum zusammenbringen.

Bei allem aber bleibt die Vielfalt unser ethisches Kernanliegen – bei den Arten, auf dem Teller, beim Genuss.

Wir danken allen Beteiligten von 2017 und freuen uns schon jetzt auf die, die 2018 bei der 3. Auflage dabei sein werden.

Save the Date

Saatgutfestival Köln, 03. 03. 2018, 11 – 18 h

 

 

07 Jul 2017

Gemeinschaftsgärten Köln beim 4. Tag des guten Lebens

Beim 4. Tag des guten Lebens am 18. Juni in Köln-Deutz war auch das Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln mit von der Partie – mit einem gemeinsamen Stand. Pflanzstelle, Neuland, Campusgarten und die Gartenwerkstadt Ehrenfeld boten mit Mitmach-Angeboten Einblick in die Vielfalt von Urban Gardening in Köln.

So lud die Gartenwerkstadt (Ehrenfeld) zusammen mit dem Campusgarten (Sülz) die Besucher zu einem Pflanzenquiz ein. Es galt, 20 verschiedene Pflanzen im gemeinschaftlich bewirtschaftetene Hochbeet „Bock auf Garten“ (Deutz) zu erkennen – eine Aufgabe, der sich 150 Quizteilnehmer stellten. Neuland thematisierte die Erweiterung des Inneren Grüngürtels in der Südstadt und bastelte mit Kindern Kräuteranhänger.Der VHS-Biogarten Thurner Hof (Dellbrück) bot Pflanzen und Anzuchtsets an. Die Pflanzstelle (Kalk) hatte einen Fahrradmixer mitgebracht und so konnten sich Menschen muskelbasiert Smoothies aus 25 Kilogramm Gemüse und Obst erradeln. Es war am Vortag in Kooperation mit Foodsharing vor dem Wegwerfen gerettet worden.

Auf Memory-Karten waren schließlich Bilder von Gemeinschaftsgärten zu finden, außerdem bot eine Gartenkarte einen Überblick über die Standorte der Kölner Gemeinschaftsgärten.
Schätzungsweise über 100.000 Menschen nahmen am Tag des guten Lebens 2017 teil.